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    Przewalskij-Pferde

    Erstmals wurde in Europa das Urwildpferd Przewalskij 1472 durch den deutschen Hans Schiltberger bekannt, der in der Mongolei auf Reisen die seltenen Wildpferde beobachtete. Um 1720 entdeckte ein Schotte dieselbe Spezies in China. Doch das Urwildpferd erhielt erst 1881 seinen bis heute bestehenden Namen Przewalskij, durch den russischen Oberst Nikolai Przewalskij. Dieser bekam auf seinen Reisen durch die Mongolei 1878 einen Schädel und das Fell eines Wildpferdes geschenkt, woraufhin er es mit nach Russland nahm und der Wissenschaft präsentierte. 1881 bekam das Pferd von einem Biologen offiziell seinen Namen, nach seinem Entdecker Nikolai Przewalskij.
    Schon damals waren die Bestände in der Mongolei klein und durch die wachsende Landwirtschaft im 20. Jahrhundert verringerten sich die Bestände stetig. Gleichzeitig wurden Pferde gefangen und in europäische Zoos gebracht, wo viele im ersten und zweiten Weltkrieg umkamen. 1948 und 1956 herrschten in der Mongolei zwei harte Winter, wo viele Tiere zu Grunde gingen. Aus diesen genannten Gründen wurde 1969 der letzte freilebende Przewalskijhengst gesichtet.

    Das Przewalskij-Pferd galt sozusagen als ausgestorben. Dennoch gab es nach dem zweiten Weltkrieg noch 40 Tiere, die in Zoos gehalten wurden. Durch Einsatz von Organisationen und Zoos gibt es heute um die 2000 Exemplare, weiterhin wird versucht die Tiere wieder auszuwildern und ihrem Ursprung entgegenzuführen. Heute kann man die sympathischen Tiere in zahlreichen Zoos beobachten.

    Ihr Aussehen ähnelt der Pferderasse Fjordpferd, aufgrund ihres dunklen Aalstriches auf dem Rücken. Die Fellfarbe ist meist isabellfarben, gelbgrau oder auch rotbraun. Die Füße weisen jedoch eine dunkelbraune Farbe auf, die manchmal mit Streifen durchsetzt ist, sowie die Stehmähne, die ebenfalls dunkelbraun bis schwarz ist. Charakteristisch ist das sogenannte Mehlmaul, was eine hellere Hautfarbe des Maulbereiches auszeichnet. Das Przewalskij-Pferd hat einen robusten Körperbau und eine Widerristhöhe von 130 cm–140 cm. Der Hals des Pferdes ist im Vergleich zu Hauspferden kurz und der Kopf verhältnismäßig groß und eckig.

    Das Przewalskij-Pferd ist ein Herdentier und lebt in Familiengruppen zusammen, zudem treten auch Hengstgruppen auf, die von einer Leitstute geführt werden. Sie durchstreifen große Gebiete und sondern sich von den anderen Gruppen ab. Der Hengst ist das Leittier in einer Herde und geht immer hinter der Herde, um sie beobachten zu können und Gefahren von hinten abzuwehren. Wie die Hauspferde sind auch die Urwildpferde Fluchttiere, sie sind deshalb sehr scheu und gehen Gefahren aus dem Weg. Dennoch ist es dem Menschen gelungen das Pferd zu zähmen und es wie ein Hauspferd zu halten.

    Am Anfang der 70er Jahre begannen die Europäer die Art zu retten, da bekannt wurde, dass keine wildlebenden Tiere mehr aufzufinden sind. Drei Niederländer gründeten 1977 die Stiftung „Foundation for the Preservation and Protection of the Przewalski Horse“ um die Art zu unterstützen. Sie entwickelten ein Zuchtbuch zur Arterhaltung in Zusammenarbeit mit dem Prager Zoo. Doch wurde schnell deutlich, dass dies zu wenig war. Deshalb entwickelte Nordamerika 1979 ein weiteres Zuchtprogramm für den Erhalt der Tiere, 1985 folgte Europa und 1990 Australien und Asien. Mithilfe dieser drei Zuchtprogramme und somit guter Zuchtbedingungen kann die Population der Przewalskij-Pferde erweitert und die natürliche Fortpflanzung in der Wildnis unterstützt werden. Seit 1997 sind schon einige Populationen in der Lage sich selbstständig in der Natur zu erhalten, dank der Hilfe der gezielten Zuchtprogramme.

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